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Geschäftsentwicklung

Ansiedlung im „EcoPort 813“ in Wesel

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Freuen sich über die vollzogene Vertragsunterzeichnung zur Ansiedlung der NORDFROST bei DeltaPort
Von links nach rechts: Jürgen Boventer, Michael Weber (beide NORDFROST), Dieter Thurm (Prokurist DeltaPort), Andreas Stolte (Geschäftsführer DeltaPort), Horst Bartels (NORDFROST-Firmenchef), Friederike Berg-Packhäuser (Kanzlei Berg-Packhäuser), Stefan Hütten (Niederlassungsleiter NORDFROST Seehafen-Terminal im Containerhafen Wilhelmshaven)




NORDFROST-Ansiedlung im „EcoPort 813“ in Wesel (NRW)
Bartels stellt Containerbrücken auf / Wilhelmshaven weiter im Fokus

(Schortens, den 22.02.2019) Die NORDFROST siedelt sich im Rhein-Lippe-Hafen Wesel an, auf einer Fläche von 5 ha in einem der Hafenstandorte des Hafenbetreibers DeltaPort. Ein entsprechender Erbbau-rechtsvertrag wurde jetzt durch Horst Bartels, Chef der NORDFROST GmbH & Co. KG, und Andreas Stolte, Geschäftsführer der DeltaPort GmbH & Co. KG, geschlossen. NORDFROST wird auf dem Grundstück direkt an der Kaikante Tiefkühlhäuser, Frischezentren sowie Hallen für Schwerlastumschlag und Projekt-verladungen errichten. Noch in diesem Jahr soll mit ersten Baumaßnahmen für die Inbetriebnahme Anfang 2022 begonnen werden. Der Marktführer in der Tiefkühllogistik, der zunehmend im Hafengeschäft aktiv ist, wird für den Schiffsumschlag in Wesel eigene Container-Umschlagbrücken errichten und betreiben. Es sollen etwa 60 neue Arbeitsplätze entstehen.

Die Unterzeichnung des Vertrages fand jetzt in der NORDFROST Europa-Zentrale in Schortens bei Wilhelmshaven statt, dem Hauptsitz des bundesweit mit 40 Tiefkühllogistikzentren flächendeckend vertretenen Spezialisten in der Tiefkühllogistik, der mit einer Lagerkapazität von 760.000 Palettenstellplätzen aktuell einen Marktanteil von 37% am gewerblichen Tiefkühllagergeschäft in Deutschland hält. Für die europaweite Feindistribution von Tiefkühlwaren werden täglich ca. 1.600 Fahrzeugeinheiten disponiert. Zunehmend beinhaltet das Angebot der NORDFROST auch Hafendienstleistungen inklusive der Organisation von Seefrachten mit Vor- und Nachläufen sowie Im- und Exportabfertigung.

Das Hafengeschäft entwickelte sich im vergangenen Jahr zu einer neuen Säule des Geschäftsmodells der NORDFROST. Dies ging einher mit der positiven Entwicklung des NORDFROST Seehafen-Terminal im Containerhafen Wilhelmshaven. Als erster Ansiedler ist NORDFROST dort seit sechs Jahren mit einem 35.000 Palettenstellplätzen großen Frischelager ansässig, das im vergangenen Jahr um ein 35.000 Europaletten-Stellplätze umfassendes Tiefkühlhaus mit einem 2.800 qm großen Hygienebereich für die Lebensmittelbearbeitung und -verpackung erweitert wurde. Im Oktober 2018 nahm außerdem ein Trockenlager für General Cargo zur Größe von 20.000 qm den Betrieb auf. Insgesamt bemisst die gedeckte Lagerfläche der NORDFROST im Containerhafen Wilhelmshaven rd. 7 ha und beherbergt rd. 100.000 Palettenplätze. Auf den Außenanlagen ist inzwischen ein Containerdepot mit Containerrepairing und einer Waschanlage errichtet worden, und es findet dort Umschlag aus Containern auf LKW statt, z.B. von Schnittholz.

Auf der wenige Kilometer entfernt liegenden, sich im Firmeneigentum befindlichen Kaianlage im Inneren Hafen von Wilhelmshaven führt NORDFROST auch Projektverladungen mit seemäßiger Verpackung durch. Diese Aktivitäten sollen in den Containerhafen verlagert werden, sobald die mit Hallenkränen ausgestatteten Montagehallen dort Mitte 2020 fertiggestellt sind. Bis dahin wird das 32 ha große Firmengelände auch mit einem 1.500 m langen Bahnanschluss ausgestattet sein.

Basis für die Hafenlogistik bildet das Kerngeschäft der NORDFROST. Dadurch bestehen jahrelange Verbindungen zu fast allen maßgeblichen Lebensmittelherstellern und namhaften Lebensmitteleinzelhandelsketten, für die täglich Container an allen bundesweiten NORDFROST-Standorten be- und entladen werden. „Den Auftraggebern die Verladung über den Hafen Wilhelmshaven schmackhaft zu machen, benötigte nicht allzu viel Überzeugungsarbeit“, stellt Horst Bartels mit Blick auch auf die Vorteile des Standortes Wilhelmshaven fest. So konnte das Hafen-Tiefkühlhaus in Rekordzeit von nicht mal einem Jahr komplett ausgelastet werden, und es wird darüber nur noch Ware verladen, die entweder importiert wurde oder exportiert wird. Diese neuen Aktivitäten im Hafen haben auch das seit 2012 bestehende Frischelager beflügelt und ebenso das gerade in Betrieb genommene Lager für General Cargo. Nach den vorliegenden Aufträgen werden alle Lagerkapazitäten im NORDFROST Seehafen-Terminal ab Mitte dieses Jahres voll ausgelastet sein.

Innerhalb der gesamten Lieferkette vom Erzeugerland bis zum Empfängerland ist NORDFROST heute in der Lage, alle damit zusammenhängenden Dienstleistungen im Inland aus einer Hand anzubieten, außer bisher noch den Containerumschlag im Hafen.

Mit Container-Trucking und Überlagernahme hat sich der Hafendienstleister für 2019 zum Ziel gesetzt, den Containerumschlag in Wilhelmshaven mit 80.000 TEU weiter voranzu-bringen und damit die schwungvolle Entwicklung der vergangenen zwei Jahre maßgeblich weiter sicherzustellen. Leider ist der Containerhafen Wilhelmshaven durch den privaten Hafenumschlagbetreiber Eurogate mit nur acht Containerbrücken ausgestattet worden, obwohl er für 16 Brücken konzipiert und gebaut wurde. Bisher gibt es auch nur Schiffslinien nach Fernost. Bei lediglich acht Brücken dürfte schon heute die Aufschaltung von weiteren Schiffslinien in Wilhelmshaven problematisch sein. Selbst bei den bestehenden Schiffslinien kommt es nach Ansicht von Firmenchef Horst Bartels bereits in 2020 zum Stillstand der Hafenentwicklung, so dass ab 2020 die Kapazitätsgrenze in Wilhelmshaven mit 800.000 bis 900.000 TEU erreicht ist.

Auf diese Problematik hat Bartels bei vielen Gelegenheiten öffentlich hingewiesen und sich entsprechend auch an das Land Niedersachsen gewendet. Das Land, das den Hafen mit Steuermitteln errichtet hat, weist darauf hin, dass es keinen Einfluss besitze, da die Entwicklung des Hafens durch Eurogate geregelt sei und in deren Entscheidung liege. Bartels bezweifelt jedoch, dass Eurogate angesichts der großen Auslastungssorgen in Bremerhaven und Hamburg Interesse an weiteren Investitionen in Wilhelmshaven hat.

Wilhelmshaven, der einzige deutsche Tiefwasserhafen, der riesiges Potential hat, ernsthaften Wettbewerb zu den prosperierenden Westhäfen aufzunehmen, wird dadurch ausgebremst. Bartels zieht mit der Neuansiedlung der NORDFROST im Hafen Wesel daraus jetzt seine Konsequenzen. Er sieht mit diesem Schritt aber nicht nur einen Ausweg aus der Situation in Wilhelmshaven. Vielmehr bietet dieser auch die Möglichkeit, die Kompetenz der NORDFROST als umfassender Hafenlogistiker mit dem Betrieb eigener Containerbrücken deutlich zu steigern und die Warenströme, auf die der Logistikdienstleister Einfluss hat, dahin zu leiten, wo optimale Lösungen möglich sind. So ist Wesel aufgrund der perfekten Hinterlandanbindung an die Häfen Rotterdam und Antwerpen, sowie der exzellenten Lage außerhalb des Staukorridors Nordrhein-Westfalens, der ideale Standort für die Ansiedlung der NORDFROST-Aktivitäten. NORDFROST wiederrum betreibt mit 13 Tiefkühlhäusern in NRW mit weitem Abstand die größte Tiefkühllagerkapazität in diesem Bundesland, so dass die Versorgung der Empfänger in den Ballungszentren auf kurzen Landwegen ebenso gewährleistet ist wie die Anbindung an das bundesweite Transportnetz der NORDFROST.

Nach den Worten von Horst Bartels dürfte sich der Ausbau seiner Hafengeschäfte und die damit verbundene Steigerung der Kompetenz in der Hafenlogistik auch positiv auf Wilhelmshaven auswirken, sobald der Seehafen die Voraussetzungen für weiteres Wachstum zulässt.

Dem Hafenverbund DeltaPort ist mit der nun vertraglich fixierten Entscheidung der NORDFROST die erste Ansiedlung im Rahmen des zukunftsweisenden Projektes „EcoPort 813“ gelungen. Ziel dieses Projektes ist die Nutzung von überschüssiger Abwärme der Aluminiumproduktion der Firma TRIMET als ressourcenschonende Energiequelle zur Versorgung von Logistikimmobilien am Hafenstandort DeltaPort in Wesel/Voerde. CO2-neutrale Energie ist damit in Form von „Kälte“ oder auch „Wärme“ nutzbar, mehr als 27.000 Tonnen CO2 pro Jahr lassen sich durch das Projekt insgesamt einsparen, was besonders umweltfreundlich ist. Der Name des Projektes „EcoPort 813“ weist neben dem ökologischen Aspekt mit der Ziffer „813“ auf den entsprechenden Rheinkilometer hin, an dem sich der Projektstandort am Niederrhein befindet. - Auch diesen in Deutschland einzigartigen Standortvorteil des Hafenverbundes DeltaPort hat NORDFROST für sich erkannt.