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Herne

Neubau eines Logistikzentrums in Herne

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Horst Bartels (Vorsitzender der Geschäftsführung der NORDFROST, links) mit Herrn Dr. Frank Dudda, Oberbürgermeister der Stadt Herne, bei der Übergabe der Bauantragsunterlagen.
© Michael Paternoga/Stadt Herne


NORDFROST: Neubau eines Logistikzentrums in Herne
Stadt Herne nahm Bauantrag für hochmodernes Konzept entgegen


(Schortens, den 19.07.2018) Mit dem Tiefkühllogistiker NORDFROST siedelt sich ein bedeutendes Unternehmen aus dem Logistikbereich auf einem ehemaligen Zechengelände in Herne an. Die damalige Bergwerksfläche „Unser Fritz“, im äußersten Nordwesten des Stadtgebiets logistisch hervorragend direkt an der A42 gelegen, wird in Zukunft der größte Standort des bundesweit und international agierenden Unternehmens aus dem niedersächsischen Schortens sein. Hier wird ein Kühllogistikzentrum entstehen, das im Endausbau auf einer überbauten Fläche von gut 34.000 qm über eine Lagerkapazität von 90.000 Stellplätzen verfügt. Die umfangreichen planerischen Vorbereitungen sind nun abgeschlossen, so dass NORDFROST-Geschäftsführer Horst Bartels heute den Bauantrag im Rathaus Herne persönlich an Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda überreichte.

Die NORDFROST mit Hauptsitz in Schortens bei Wilhelmshaven ist in Deutschland Marktführer in der Tiefkühllogistik und betreibt an 37 Standorten flächendeckend ein Netz von Tiefkühlhäusern, das neben der Lagerung der Feindistribution von tiefgekühlten Lebensmitteln dient. Kunden des Familienunternehmens sind namhafte Lebensmitteleinzelhandelsketten und nahezu die gesamte Lebensmittelindustrie in Deutschland. Innerhalb Europas verfügt NORDFROST über die größte Tiefkühllagerkapazität mit derzeit 708.000 Europalettenstellplätzen und einem Lagervolumen von rd. 3,5 Mio. cbm. Täglich werden für den Fernverkehr und die Feinverteilung rd. 1.600 Fahrzeugeinheiten disponiert, die auch europaweit eingesetzt werden. Hauptsächlich über den Containerhafen Wilhelmshaven steuert der Logistiker weltweite Logistikkonzepte. Das Unternehmen erwirtschaftet mit rd. 2.500 Beschäftigten einen Jahresumsatz von rd. € 400 Mio. Im Rahmen des Geschäftsumfanges werden den Kunden zahlreiche Value Added Services angeboten.

NORDFROST arbeitet intensiv an der Zielsetzung, ab der zweiten Jahreshälfte 2019 auch in die Frischelogistik einzusteigen. Dazu wird ein Teil der bestehenden Tiefkühlkapazität an verschiedenen Standorten auf Frischelagerung umgestellt, und das Unternehmen will bis Ende 2020 durch Neubauten, Betriebserweiterungen und Zukäufe die Lagerkapazität in Deutschland auf eine Million Stellplätze aufstocken. Zwei im Bau befindliche Objekte in Versmold und Mücke bei Gießen steuern mit 60.000 Stellplätzen bereits dazu bei.

Dazu dient auch der neue Betrieb in Herne, mit dem einer der leistungsfähigsten Logistikstandorte in Deutschland entstehen wird. Die Grundstücksfläche von mehr als 10 ha auf dem ehemaligen Zechengelände „Unser Fritz“ ist logistisch perfekt direkt an der A42 gelegen. Mit dem Neubau verstärkt das Unternehmen seine Aktivitäten im Ruhrgebiet, wo es bislang mit sieben Standorten vertreten ist, welche die NORDFROST auch in Zukunft betreiben wird. Dem Standort Herne wird nicht nur für das Ruhrgebiet sondern auch für das europäische Logistiknetzwerk eine bedeutende Rolle als Zentralhub zukommen. Neben einer erheblichen Kapazitätserweiterung werden Synergien im Lagergeschäft sowie im Nah- und Fernverkehr geschaffen, wodurch Logistikprozesse optimiert werden können und sich eine noch flexiblere Abwicklung aller Kundenaufträge bei den Themen Umschlag, Lagerung, Transport und allen Nebentätigkeiten entwickeln wird.

Der Standort Herne wird im Endausbau auf einer überbauten Fläche von gut 34.000 qm über eine Lagerkapazität von nahezu 90.000 tiefgekühlten Palettenstellplätzen verfügen und wird damit nicht nur der größte Standorte der Unternehmensgruppe sondern auch das größte Tiefkühlhaus Deutschlands sein. Im nunmehr beantragten ersten Bauabschnitt werden 70.000 Palettenstellplätze eingerichtet, wovon ein gutes Drittel in Verfahrregalanlagen wahlweise tiefgekühlt bei -24°C oder im plusgradigen Kühlbereich betrieben werden kann. Weitere 20.000 Stellplätze werden im 2. Bauabschnitt entstehen.

Neu für NORDFROST ist bei diesem Bauvorhaben die Realisierung eines Hochregallagers, das mit mehr als 200.000 m³ Volumen und 42.000 tiefgekühlten Palettenstellplätzen knapp die Hälfte der Gesamtkapazität am Standort Herne darstellt. Aus diesem werden zum einen die großzügigen Bereitstellzonen für den Speditionsumschlag automatisiert bedient. Zum anderen wird von dort die geplante automatische Kommissionierung mit Waren versorgt. Die auf eine extrem hohe Kommissionierleistung und -qualität ausgelegte Anlage stellt eine weitere Neuentwicklung nicht nur bei NORDFROST sondern im gesamten Tiefkühldienstleistungssektor dar. Bis zu 3.500 Verpackungseinheiten auf 125 Paletten können pro Stunde in der Anlage weitgehend automatisch gemäß den Kundenwünschen zusammengestellt und zur Auslieferung bereitgestellt werden. Diese Menge füllt täglich die Tiefkühltruhen von ca. 2.000 Filialen des Lebens-mitteleinzelhandels. Trotz dieses hohen Automatisierungsgrads wird NORDFROST am Standort Herne ca. 200 neue Arbeitsplätze schaffen. So werden Fachkräfte aus den Bereichen Speditionsgeschäft und Lagerwirtschaft sowie für den Betrieb der technischen Anlagen Mechatroniker und Kältetechniker benötigt.

Bei der Erzeugung der enormen Kälteenergiemengen setzt NORDFROST wie bereits an 13 weiteren Standorten auf den Einsatz von gasbetriebenen Eigenstromerzeugungsanlagen mit Nutzung der Abwärme für die Produktion von Tiefkühlkälte mittels hochmoderner Absorptionskältetechnik. Der hohe Gesamtwir-kungsgrad dieser Anlagen liegt bei über 80%. Zusätzlich soll erstmalig auch eine Brennstoffzelle für die Energieerzeugung und Sicherstellung des Brandschutzes im Hochregallager zum Einsatz kommen. Mit diesen Maßnahmen kommt NORDFROST als energieintensives Unternehmen seiner Verantwortung für den nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen nach.

NORDFROST hat in den vergangenen Monaten für die Vorbereitung des Bauantrags zusammen mit dem Planungsbüro Assmann aus Dortmund etliche sehr konstruktive Gespräche mit den Genehmigungs-behörden geführt. Um einen möglichst schnellen Ablauf des Genehmigungsverfahrens zu gewährleisten, wurden zahlreiche Festlegungen mit der Bauordnung, dem Immissionsschutz und der Feuerwehr bereits im Vorfeld getätigt. Nunmehr sind alle Beteiligten zuversichtlich, dass dem geplanten Baubeginn im November dieses Jahres nichts mehr entgegensteht.

Der Lagerbereich mit Verschieberegalanlagen soll bereits im November 2019 in Betrieb gehen, das Hochregallager mit vollautomatischer Kommissionierung im Oktober 2020. Die Gesamtinvestitionssumme einschließlich Grundstück beläuft sich auf rd. € 110 Mio. für den 1. Bauabschnitt.