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NORDFROST, 22.01.2018
Containerhafen Wilhelmshaven

Tiefkühlhaus im Containerhafen in Betrieb

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Im Beisein der Geschäftsführung des Familienunternehmens NORDFROST: Sebastian Hajen, Lagerleiter, lagert die erste Palette in die Regalanlagen des neuen NORDFROST-Tiefkühlhauses im Containerhafen Wilhelmshaven ein.
v.l.n.r.: Dr. Falk Bartels, Unternehmenschef Horst Bartels, Britta Heine



NORDFROST: Tiefkühlhaus im Containerhafen in Betrieb genommen
Kleine feierliche Zeremonie für weiteren Meilenstein in Hafenentwicklung -
Bereits Erweiterung durch Tiefkühl-Hochregallager geplant

(Wilhelmshaven, den 22.01.2018) Nach nur gut zehn Monaten Bauzeit wurde vor 14 Tagen das 35.000 Palettenstellplätze große Tiefkühlhaus im NORDFROST Seehafen-Terminal in Wilhelmshaven unter Kälte gesetzt. Die längere Einfahrzeit wurde benötigt, um die Bausubstanz nicht durch zu schnelle Kälteeinwirkung zu gefährden. Jetzt sind 22 Grad minus erreicht, und somit konnten gestern die ersten Containerladungen mit Frost-ware in das neue Gebäude eingelagert werden. Die Container wurden über Wilhelmshaven angelandet und das Trucking zum Kühlhaus durch NORDFROST-eigene Fahrzeuge vorgenommen.

Für die nächsten Tage sind Frischfleisch in Kartons und Geflügelprodukte zur Schockfrostung, Bearbeitung und Zwischenlagerung avisiert. Beim Fisch wird die Rohware über den Containerhafen Wilhelmshaven importiert, und bei Fleisch bzw. Geflügel handelt es sich um Produkte, die hauptsächlich über Wilhelmshaven exportiert werden. Tiefgefrorenes Gemüse aus China wird voraussichtlich ab März 2018 in Wilhelmshaven angelandet.

Die Inbetriebnahme des Tiefkühlhauses wurden gestern mit einer kleinen Zeremonie gewürdigt, der im Frühjahr dieses Jahres eine offizielle Eröffnung folgen wird. Die Einlagerung der ersten Palette in die beeindruckend große Verschieberegalanlage wurde durch den Lagermeister Sebastian Hajen vorgenommen und von der NORDFROST-Geschäftsführung und weiteren Verantwortlichen des Unternehmens begleitet. Mit dabei waren auch der Oberbürgermeister der Stadt Wilhelmshaven, Andreas Wagner, sowie Vertreter der beiden JadeWeserPort-Gesellschaften, des AWV, Arbeitgeber- und Wirt-schaftsverband Jade, und der Behörden, die an der Einfuhr von Lebensmitteln mitwirken. Anschließend hielt Firmenchef Horst Bartels in geselliger Runde eine Ansprache, in der er einen Zwischenstand gab zu den Aktivitäten des Logistikers im Hafen und zu seinen Plänen, die im Container-Tiefwasserhafen inzwischen mehr und mehr Gestalt annehmen.

Nach den bisher geführten vielen Verhandlungen und Gesprächen geht Horst Bartels davon aus, dass das Tiefkühlhaus bereits in drei Monaten eine Auslastung von 80 % erreicht haben wird, wobei sich die tiefgefrorenen Waren durchschnittlich alle zwei bis drei Wochen drehen werden.

In die geschäftlichen Abläufe voll eingebunden ist das seit gut fünf Jahren bestehende Lager für Frische und General Cargo, das derzeit mit Käse und Schokoladenartikeln sowie Trockenwaren nahezu komplett ausgelastet ist. Durch den steigenden Bedarf an Lagerkapazitäten für General Cargo-Produkte, der sich im Zusammenhang mit wachsenden Hafenumschlagsaktivitäten über den Containerhafen Wilhelmshaven entwickelt, laufen die Bauarbeiten für ein 20.000 qm großes Verteillager für General Cargo-Produkte auf Hochtouren. Die Inbetrieb-nahme wird im Herbst dieses Jahres erfolgen. NORDFROST arbeitet mit Hochdruck an den Plänen, das 32 ha große Betriebsgrundstück in der Hafenlogistikzone mit Gleisanschluss zu erschließen und die weiter geplanten Hallenprojekte für seemäßige Verpackung, Schwerlastmontagen, eine Containerwaschanlage, Containerdepots und Freilagerflächen daran auszurichten.

Die weitere vordringliche Planung liegt allerdings in der Errichtung eines zweiten Bauabschnittes des gerade fertiggestellten Tiefkühlhauses. Noch in diesem Jahr soll mit dem Bau eines 45 Meter hohen vollautomatischen Hochregallagers, das sich direkt an den jetzt in Betrieb genommenen Neubau anschließt, begonnen werden. Zusammen mit dem vor fünf Jahren errichteten Frischelager, dem jetzigen Tiefkühl-Neubau und dem geplanten zweiten Bauabschnitt des Tiefkühllagers wird die gesamte Kapazität des NORDFROST Seehafen-Terminal für temperaturgeführte Produkte ab Ende nächsten Jahres 100.000 Palettenstellplätze erreichen. Der größte Kühlschrank Deutschlands.

Bis heute hat NORDFROST im Hafen € 72 Mio. investiert. Bis Ende 2019 werden nochmals rd. € 100 Mio. dazukommen. Nach Ansicht von Horst Bartels kann sich die Entwicklung des Containerhafens Wilhelmshaven nur dann beschleunigen, wenn die Durchführung hafengebundener Aufgabenstellungen und hafenüblicher Services am Standort geboten wird. Dies erwarten Reedereien und Verlader. Die Schaffung dieser Voraussetzungen erhöht die Chance, dass sich alsbald die derzeit noch fehlenden Schiffslinien von und nach Süd-, Mittel-, und Nordamerika sowie Südafrika in Wilhelmshaven etablieren.

Eine große Herausforderung sieht NORDFROST in der Aufgabenstellung, die mindestens 500 Arbeitskräfte, die bis Ende 2019 benötigt werden, im Hafen zu rekrutieren. Dazu soll auch die Anfang Februar startende Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen dienen. Zudem kommt in der ersten Zeit Unterstützung durch den Einsatz von Fachpersonal aus anderen Standorten der NORDFROST, die derzeit insgesamt 2.500 Arbeitnehmer beschäftigt, hinzu. Im Laufe des vergangenen Jahres sind erfahrene Hafenmanager eingestellt worden, die bereits ihre Arbeit aufgenommen haben bzw. kurzfristig bei NORDFROST starten.