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NORDFROST, 26.11.2012
JadeWeserPort

NORDFROST und Ulmer Schokoladen

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Von links nach rechts: Die beiden Fahrer des NORDFROST-LKW Uwe Johannesmann und Daniel Krause, wurden den von Familienmitgliedern der inhabergeführten Unternehmen NORDFROST und Ulmer Schokoladen Britta Heine (Leiterin Marketing und Kommunikation, NORDFROST), Michael Ulmer (Seniorchef Ulmer Schokoladen), Tianne Ulmer (Juniorchefin Ulmer Schokoladen), Horst Bartels (Inhaber NORDFROST), Dr. Falk Bartels (Mitglied der Geschäftsleitung NORDFROST) mit je einem Sortimentskarton Schokoladen-Streudekoren empfangen


NORDFROST und Ulmer Schokoladen verladen den ersten Übersee-Container:
JadeWeserPort für Im- und Exporte offen!

(Wilhelmshaven, den 26.11.2012) Mit Spannung wird er erwartet, der erste Übersee-Container, ein Export-Container, der den JadeWeserPort Wilhelmshaven auf dem Landweg erreicht und anschließend über die neue Kaje von Deutschlands einzigem Tiefwasser-Containerhafen in die weite Welt verschifft wird! Dies ist ein Festtag für die Region Wilhelmshaven: Nach einer zweimonatigen Testphase öffnet sich der voll funktionsfähige Hafen mit der Verschiffung dieses Containers für den Im- und Export von und nach Übersee.

Es ist ein 20-Fuß-Reefer, also ein Kühlcontainer, der Reederei Maersk Line, für den die NORDFROST-Seehafenlogistik als Überseespedition im Auftrag des Wilhelmshavener Unternehmens Ulmer Schokoladen die gesamte Lieferkette inklusive der Buchung der Seefracht nach Taiwan organisiert hat.

An der Schokoladenfabrik pünktlich um acht Uhr morgens mit 390 Karton Streudekoren beladen und dann dem Wilhelmshavener Zoll vorgeführt, transportiert der NORDFROST-Truck den symbolisch bedeutenden Container gegen 11:00 vormittags auf einem Chassis direkt über die Autobahn A29 in das Hafengelände hinein. Über einen Kreisel geht es in die 170 ha große Logistikzone des Hafens, wo der Lastzug heute zunächst einen kurzen Abstecher zum an den Umschlagsanlagen gelegenen NORDFROST Seehafen-Terminal macht.

Eine froh gestimmte Gesellschaft erwartet und begrüßt ihn hier. Es sind von NORDFROST und Ulmer eingeladene Gäste aus der Region, Vertreter aus der Wirtschaft, der Hafenwirtschaft, von Banken und Verbänden, aus der Politik sowie Repräsentanten der Reederei Maersk Line, des Hafenbetreibers Eurogate, der JadeWeserPort Logistics Zone und der JadeWeserPort Realisierungsgesellschaft.

Der Fahrer des Shuttles wird herzlich begrüßt und erhält aus der Hand von Juniorchefin Tianne Ulmer einen Sortimentskarton Ulmer Schokoladen. Eine Vielfalt unterschiedlichster Streudekore wird sichtbar und gewährt so einen Blick auf den Inhalt des Containers, der die sensible Ware während des gesamten Transportes bei plus 16°C temperiert.

NORDFROST-Chef Horst Bartels überreicht dem Seniorchef der Schokoladenfabrik, Michael Ulmer, eine gerahmte Kopie des Verschiffungspapieres, des Konnossementes, und verliest die darin genannten Parteien: Eingetragener Verlader ist Ulmer Schokoladen in Wilhelmshaven, Empfänger der Kunde in Taiwan, ein Händler, der die Waren an Caterer wie Konditoreien weiterveräußern wird. Als Outward Forwarder, also versendender Spediteur, ist NORDFROST im JadeWe-serPort genannt.

Der JadeWeserPort, der allerbeste trimodale Anbindungen und infrastrukturelle Voraussetzungen bietet, wird nach den Erwartungen der auf Flexibilität ausgerichteten NORDFROST als „Port of Speed“ in der Welt bekannt werden. So startet der Truck schnell Richtung Eurogate Container Terminal, von wo der Container heute an Bord der Maersk Sydney und dann weiter nach Taiwan gehen wird.

Im Anschluss an den kleinen Festakt draußen auf dem Hof lässt Horst Bartels im Innern des NORDFROST Seehafen-Terminal die Zeit der Hafengeschäfte seit der Eröffnung des JadeWeserPort am 21. September 2012 Revue passieren. Diese war nicht einfach. Nachdem die Reederei Maersk Line drei Schifffahrtslinien auf den neuen Tiefwasser-Containerhafen legte – einen Asiendienst, eine Zentralamerika-Line und eine Verbindung in die Ostsee nach Russland - sei erst mit dem heutigen Tag die Testphase der Reederei abgeschlossen, in der lediglich Transshipment-Verkehre, quasi Durchgangsverkehre, abgewickelt wurden, meist mit Leercontainern. Die vorhandenen Linien waren nur eingeschränkt buchbar, so dass die Wirtschaft bisher keinen Nutzen davon hatte und auch noch kein Import-Container den Hafen auf dem Landwege verlassen hat. So müssen bis heute die für den NORDFROST Seehafen-Terminal bestimmten Container in Bremerhaven und in Rotterdam umgeschlagen und dann durch NORDFROST auf dem Landweg nach Wilhelmshaven transportiert werden. Das waren inzwischen mehr als 240 Container, alle 40-Fuß mit frischem Obst aus China und Vietnam.

„Nach unzähligen Diskussionen mit Maersk haben wir nun riesige Fortschritte erzielt!“, verkündet Bartels froh. Maersk Line hätte zugesagt, dass der JadeWeser-Port ab sofort Bestandteil ihres Netzwerkes sei und die bestehenden Überseedienste damit auch auf Wilhelmshaven buchbar. Zudem sei eine Garantie ausgesprochen worden, dass ab einem entsprechenden Ladevolumen eine weitere Linie, zum Beispiel nach Südamerika, eingerichtet werden würde.

NORDFROST blicke nun voller Zuversicht in die Zukunft! Dies gründe sich auf das riesige Interesse, das der Logistiker in zahlreichen Vertriebsgesprächen zu den neuen Möglichkeiten im JadeWeserPort Wilhelmshaven erfährt und dem jetzt konkrete Angebote folgen können und werden.

Sowohl in der Bestandskundschaft, rund 1.500 Adressen der Lebensmittelwirtschaft, bestünde ein großes Potential für Verschiffungsaufträge im Im- und Export, zumeist zu Lasten von Rotterdam. Aber auch in der regionalen Wirtschaft gäbe es viele im- und exportorientierte Unternehmen aus allen Branchen mit Fleisch, Geflügel, Fisch und Molkereiprodukten sowie Trockengütern wie Baustoffe, Kleidung, Möbel oder gar Holz.

Diese können nun mit dem JadeWeserPort logistische Vorteile generieren, die Weg- und Zeit- und damit auch Kostenvorteile beinhalten. Für Ulmer Schokoladen spielen zudem ideelle Beweggründe eine große Rolle. Das traditionsreiche Unter-nehmen, dessen Wurzeln in Berlin liegen und das auf eine über einhundertfünfzig jährige Historie zurückblickt, ist seit 1954 in Wilhelmshaven zuhause und der Region in hohem Maße verbunden. „Der JadeWeserPort bietet neue Möglichkeiten, die für uns als traditionell exportorientiertes Unternehmen sehr interessant sind. Das ist toll, und mit der Nutzung dieses Hafens unterstützen wir nun unsere Region!“, freut sich Michael Ulmer. Die spezialisierten Nischenprodukte von Ulmer, die den Verbraucher in Eiscreme, Torten, Cerealien oder Desserts erreichen, gehen in 36 Länder, der Exportanteil liegt bei 40%. Tianne Ulmer erklärt: „Wir sind besonders stark in den europäischen Ländern wie Spanien, Frankreich, Italien und England. Unsere Überseegeschäfte machen wir zum Beispiel mit Kunden in Taiwan, Singapur, Japan und den USA. Aber auch der Rohstoff stammt von Übersee“. Rohkakao wird rund um den Äquator angebaut, da, wo es heiß ist, vor allem an der Elfenbeinküste. „Eine Verbindung vom Sourcing-Hafen San Pedro nach Wilhelmshaven, das wäre für uns zukunftsträchtig!“, sagt sie.

Horst Bartels fiebert für den JadeWeserPort, wie er selber sagt, und sieht seine Aufgabe als Logistikdienstleister genau darin: Nachfrage schaffen, Warenströme bündeln, Lösungen entwickeln und umsetzen. „Wir arbeiten mit Hochdruck an der erfolgreichen Entwicklung des Tiefwasserhafens. In den kommenden zwei Jahren müssen wir diesen auf der Weltkarte der Containerschifffahrt etabliert haben!“