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28.01.2014
Eiswürfelproduktion
Ausbildung im Tiefkühlfach
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http://www.haller-kreisblatt.de, 28.01.2014
Eiswürfelproduktion

Ausbildung im Tiefkühlfach


Von Silke Derkum Versmold. Die gigantische Lagerhalle des Lebensmittellogistikers Nordfrost ist das imposanteste Gebäude im Versmolder Industriegebiet. Doch so auffallend die Ausmaße des riesigen Kühlhauses, so wenig drängen die Verantwortlichen des Versmolder Standortes in die Öffentlichkeit. Nun hat Niederlassungsleiter Klaus Schmidt doch einmal zum Pressetermin geladen. Denn das Unternehmen ist stolz auf die Leistung seines Auszubildenden Rick Hagenbäumer. Der hat, erst als Zweiter in der Geschichte des Standortes, seine Lehre zur Fachkraft für Lagerlogistik verkürzen können.

Ein Notenschnitt von mindestens 2,5 und ein gutes Zwischenzeugnis sind die Voraussetzungen für die Verkürzung der Ausbildungszeit von drei auf zweieinhalb Jahre, erklärt Hagenbäumer. Am Mittwoch hat er seine mündliche Prüfung abgelegt - die schriftliche liegt schon länger zurück - und ist nun frei für Neues. „Wir hätten ihn gerne übernommen, aber er möchte weiterlernen und noch eine zweite Ausbildung machen”, sagt Klaus Schmidt und zeigt Verständnis.

„Grundsätzlich haben wir aber keine hohe Fluktuation”, so Schmidt. Er sowie Lagerleiter und Ausbilder Michael Seifert sind bereits 28 Jahre im Unternehmen und haben einen Großteil der Entwicklung verfolgt.

Im September 1970 eröffnete die Nordfrost GmbH, deren Hauptsitz in Schortens bei Wilhelmshaven liegt, die Versmolder Niederlassung - inzwischen einer von 35 Standorten in Deutschland. „Begonnen haben wir hier als Zerlegebetrieb”, sagt Michael Seifert. Die Rinderzerlegung bildete in den 1970er- und 80er-Jahren zunächst einen Schwerpunkt. Fleisch ist auch heute noch eines der Güter, die in der großen Kühlhalle gelagert und kommissioniert werden. Aber auch sämtliche anderen Waren aus dem Tiefkühlbereich wie Eis, Pizza oder Gemüse gehören dazu.

Zerlegung oder das Auftauen von Ware findet inzwischen nicht mehr statt. Stattdessen werden sämtliche Tiefkühlprodukte von den Erzeugern angeliefert, gelagert und für den Einzelhandel kommissioniert. Auch die Schockfrostung von Waren im Frosttunnel gehört zum Angebot. „Wir bieten die komplette Kette vom Hersteller bis in den Laden”, sagt Schmidt. Mehr als 80 Lkw verlassen täglich den Hof. Zwischen fünf Uhr morgens und 18 Uhr herrscht dort reger Verkehr.

In dem großen Hochregallager, um das der Standort Ende der 1980er-Jahre erweitert wurde und das 22 000 Palettenstellplätze umfasst, herrscht eine dauerhafte Temperatur von minus 22 Grad. „Durch die dicke Kleidung, die wir tragen, inklusive Handschuhen und Mütze, merken wir davon aber überhaupt nichts”, sagt der Rick Hagenbäumer. Und außerdem werde man durch die Arbeit auch warm. Zu den Aufgaben der Lagerlogistiker gehören unter anderem die Annahme und Kontrolle der Ware und die Buchung im System. „Wir müssen die komplette Rückverfolgbarkeit der Ware sichern, damit der Verbraucher an der Ladentheke jederzeit erfahren kann, woher das Lebensmittel kommt”, erklärt Klaus Schmidt. Und natürlich muss jederzeit auf die Temperatur geachtet werden.

Die Nordfrost-Gruppe liegt nach eigenen Angaben im Tiefkühlbereich auf Platz sechs der Weltrangliste. Ein Vergleich mit der Nagel Group, der in Versmold auf den ersten Blick naheliegend erscheint, macht keinen Sinn. Zwar agieren beide Unternehmen im Bereich temperaturgeführte Lebensmittellogistik. Doch während Nordfrost ausschließlich im Tiefkühlbereich agiert, liegen die Temperaturen bei Nagel im Frische-Segment über dem Gefrierpunkt.

40 Mitarbeiter, davon etwa zehn in der Verwaltung, gehören zum Stammteam der Versmolder Nordfrost. Etwa 20 bis 40 Zeitarbeitnehmer helfen, die Spitzen abzufangen. Neue Auszubildende werden in jedem Jahr eingestellt. Ein guter Hauptschulabschluss und Sicherheit beim Zählen und Rechnen sind Voraussetzung.